Camino Portugues

Camino Portugues für Anfänger - das Buch ab sofort erhältlich!

Hi, wir sind Christoph und Dominik und haben gemeinsam für dich das Buch 'Camino Portugues für Anfänger' geschrieben. Es ist ab sofort erhältlich!

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Willkommen auf dem Informationsportal zum Camino Portugues!

Der Camino Portugues ist der zweitbeliebteste aller Jakobswege nach dem bekannten Camino Francés. Immerhin 15 % aller Pilger wählen den portugiesischen Jakobsweg (Stand 2016).

Bevor wir dir den Camino Portugues näher vorstellen, hier noch ein Hinweis:

  • Einen Überblick über die Etappen des Camino Portugues findest du hier.
  • Eine Packliste mit Ausrüstungstipps und Erfahrungen findest du hier.

Wir selbst waren im Herbst 2014 sowie Frühjahr 2016 auf dem Camino Portugues unterwegs, um Eindrücke und Erfahrungen zu sammeln. Diese haben wir für dich aufbereitet und stellen sie dir hier vor. Wir sind natürlich nicht die einzigen, die auf dem Camino Portugues unterwegs waren. Doch warum ist der Jakobsweg in Portugal so beliebt?

Ideal für Pilger-Neulinge

Der Camino Portugues ist ideal für alle Erstpilger und Wandereinsteiger. Wenn du noch nie eine längere Fernwanderung gemacht hast, ist dieser Weg genau der richtige für dich. Denn: Der “kleine” Camino Portugues ab Porto ist lediglich 250 Km lang und ist daher selbst von Unerfahrenen in einer Dauer von 2 Wochen machbar. Die Route verfügt zudem über genügend Unterkünfte und Herbergen.

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Mehr zum “großen” Camino Portugues ab Lissabon erfährst du weiter unten.

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Hinzukommt, dass der Camino Portugues weitgehend flach ist und damit wesentlich leichter zu bewältigen, als etwa der anspruchsvollere Küstenweg (Camino del Norte) in Nordspanien. Wirklich anstrengende Ansteigungen, wie sie auf dem Camino del Norte auf Teilstücken fest zum Tagesprogramm dazugehören, sind hier die Ausnahme. Auch für Radpilger ist der Camino Portugues gut zu meistern.

An-/Abreise und Start in Porto

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Ein Plus des Jakobsweges in Portugal ist, dass man theoretisch gleich vom Flughafen in Porto aus lospilgern kann. Inzwischen gibt es nämlich sogar Pfeile, die dir den Weg direkt vom Flughafen aus weisen. So kannst du dir die Fahrt nach Porto sparen. Wenn du zum offiziellen Start willst, musst du die 30-minütige Bahnfahrt vom Flughafen aus in Kauf nehmen. Wie auf der Karte zu sehen startet der Weg offiziell an der Kathedrale von Porto.

Übrigens wird Porto von vielen Billigfliegern angeflogen, was die An- & Abreise günstig macht (wenn du zum richtigen Zeitpunkt buchst). Alternativ kannst du auch eine An-/Abreise über das vier bis fünf Busstunden entfernte Santiago de Compostela zu erwägen, um gegebenenfalls Kosten zu sparen.

Einen Blick auf die sehenswerte Hafenstadt Porto werfen

DSC02989Du solltest überlegen, ob du nicht einen Tag oder zumindest ein paar Stunden in der wunderschönen Hafenstadt Porto verbringen möchtest. Ein zusätzlicher Tag zur Stadtbesichtigung lohnt sich hier definitiv. Von hier aus hast du dann verschiedene Möglichkeiten und Alternativen für den Weg, die weiter unten beschrieben werden.

Eine interessante Beobachtung, die sowohl Christoph als auch Dominik gemacht haben ist, dass sich der Jakobsweg in Portugal deutlich von der Landschaft des nordspanischen Küstenwegs unterscheidet, obwohl beide Jakobswege zu Teilen an der Küste entlangführen. Mit dem unglaublichen Grün der Natur und Landschaft des spanischen Nordens kann der portugiesische Weg nicht mithalten, er hat jedoch seine ganz eigenen Reize, die nicht zu verachten sind.

Der Reiz des Camino Portugues

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Der Camino Portugues hat andere Reize: Viele mittelalterliche Brücken, vom Weinanbau geprägte Landstriche, Maisfelder, kopfsteinpflasterdurchzogene alte portugiesische Dörfer und reizvolle Städte mit kleinen, verwinkelten Gassen und malerischer Architektur. Ein weiteres Nonplusultra des Weges ist die Gastfreundschaft der Portugiesen, die zu beeindrucken weiß. Christoph wurde beispielsweise total herzlich von seinen Gastgebern in der Pension Sandra y Tony in Vila Cha versorgt , als er unterwegs einmal krank wurde und in diesem kleinen Ort ein paar Tage verbrachte. Dominik berichtet mit strahlenden Augen von den privat organisierten Verpflegungsstellen entlang des Weges und dem frischen Obst, welches Einheimische ihm immer wieder angeboten haben.

Camino Portugues: Beste Reisezeit 

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Theoretisch ist der Camino Portugues ganzjährig begehbar, auch im November. Die beste Reisezeit hängt von deinen eigenen Bedürfnissen ab. Wettertechnisch bietet sich in der Regel die Zeit von Mai bis September an, in der es normalerweise viele Sonnen- und wenig Regentage gibt. Neben den typischen Pilgerherbergen findest du in Portugal auch viele günstige Pensionen. Zu den Hauptreisezeiten im Hochsommer (Juli, August) werden die Unterkünfte entlang des Camino Portugues schonmal voll. Eine Reservierung ein bis zwei Tage im Voraus kann deshalb durchaus sinnvoll sein.

Finanziell ist eine Pilgerreise auf dem Jakobsweg in Portugal ebenfalls eine gute Alternative. Denn nicht nur die Unterkünfte, sondern auch die Verpflegung und das Leben generell ist hier günstig. Es ist keine Seltenheit, dass der Kaffee nur 1 Euro in einem Café kostet. Mehr Tipps zu den Kosten einer Pilgerreise findest du hier und Tipps zum Geldabheben und zur Sicherheit hier.

Mehrere Varianten: An der Küste entlang oder durchs Landesinnere?

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Es gibt sowohl einen zentralen Weg, den Camino Portugues Central, als auch eine Variante entlang der Küste, den Camino Portugues de Costa. Die Küstenweg-Variante mit ihren Etappen und dem  Meer zur Linken ist für viele auf den ersten Blick vermutlich die reizvollere. Allerdings weist die Beschilderung des Weges auf der Küstenvariante noch Lücken auf und ist nicht so gut wie die des zentralen Weges. Darüber hinaus ist die Herbergen-Infrastruktur auf dem Küstenweg noch nicht flächendeckend ausgebaut.

In letzter Zeit wird eifrig daran gearbeitet, diese Lücken zu schließen, um auch diese Variante besser begehbar zu machen.

Der Camino Portugues führt durch Portugal und Spanien

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Spannend ist auch, dass der Camino Portugues fast zur Hälfte auf spanischem Boden verläuft – trotz seines Namens, der auf Deutsch “Portugiesischer Jakobsweg” bedeutet. Nach rund 120 km überschreitest du in der Stadt Valenca die Grenzbrücke nach Tui und damit die Grenze zwischen Spanien und Portugal. Die beiden Städte selbst bieten zudem Sehenswertes: Valenca eine große Festungsanlage und Tui eine Kathedrale.

Apropos sehenswert: Auch Barcelos mit seiner malerisch gelegenen alten Burgruine und dem Fluss davor ist einen Blick wert. Ebenso Ponte de Lima als eine der ältesten Städte Portugals mit seiner reizvollen Brücke.

Wenn du nun sagst: „Ich hab aber gehört, dass man den Camino Portugues auch schon in Lissabon beginnen kann“ – hast du natürlich recht. Zumal die Karte oben das ja auch suggeriert. Wenn dir die 240 km von Porto nach Santiago de Compostela nicht genug sind, kannst du deinen Weg bereits viel weiter südlich in Lissabon starten und hast einige Etappen mehr vor dir. Von hier aus misst die Strecke des Jakobswegs in Portugal 620 km bis nach Santiago de Compostela.

Schon in Lissabon starten?

Die meisten Pilger starten in Porto. Der Weg von Lissabon bis Porto hat bislang keine gut ausgebaute Infrastruktur, weshalb du, wenn du diesen Weg wählst, teilweise sehr lange Strecken von einer bis Unterkunft bis zur nächsten zurücklegen musst. Wenn du vor einem richtigen Abenteuer nicht zurückschreckst und auch mal längere Etappen in Kauf nimmst, dann lohnt es sich durchaus, in Lissabon zu starten. Der typische Pilgerführer für den Jakobsweg in Portugal von Raimund Joos beschreibt übrigens nur die Strecke von Porto bis Santiago (siehe Ende des Artikels).

Für die lange Variante von Lissabon musst du auf den deutlich kürzeren und englischsprachigen Pilgerführer von John Brierley zurückgreifen. Das Internet hilft hier mit einer super Auflistung sämtlicher Unterkünfte von Lissabon aus. Diese findest du auf dieser Seite. Bedenke, dass Lissabon aufgrund seiner südlicheren Lage auch deutlich wärmer beziehungsweise im Sommer sehr heiß sein kann.

Santiago de Compostela erreichen

Bevor südliche Teile des portugiesischen Jakobswegs lange Zeit in Vergessenheit gerieten, wurde der Weg im Norden meist gut gepflegt. Übrigens sollen damals sogar Könige hier unterwegs gewesen sein auf ihrer Pilgerreise nach Santiago de Compostela. Ach ja, wenn dir die 250 km von Porto nach Santiago zu kurz sind, kannst du deinen Weg am Ziel noch einmal verlängern. Mit 96 zusätzlichen Kilometern kannst du das Kap Finisterre, das sogenannte Ende der Welt, erreichen. Falls du keine Zeit hast, um 3 bis 4 Tage dorthin zu laufen, kannst du das Kap auch mit dem Bus erreichen. Es lohnt sich wirklich!

PortuguesBuch1Empfohlener Reiseführer für den “kleinen” Jakobsweg in von Porto nach Santiago:

Möchtest du mehr Informationen?

-> Hier erhältst du einen Überblick über alle Etappen des Camino Portugues.

-> Für Tipps zur Ausrüstung und Packliste geht es hier entlang. Wenn du dich detailliert mit dem Thema Wanderausrüstung beschäftigen möchtest, schau mal auf Dominiks neuem Blog vorbei – dort gibt es auch ein kostenloses e-Book zu dem Thema „Wanderausrüstung“.